ART VAN RHEYN

Ein Einblick in das Leben von Art van Rheyn, der am 5.7.2005 plötzlich und unerwartet verstorben ist.









 

 

 

 

 

 

 

 

 " Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben."
Art van Rheyn 



Zu leben, das war wohl das, was er Zeit seines Lebens suchte. Das Leben. Und er hatte es für sich selbst eingerichtet. Leben war für ihn der Niederrhein, der Fluß der alles im Fluss hält und an den eigenen Stillstand nicht denken lässt. Lenem das war seine Heimatstadt Wesel. So wir ermittwochs dort auf dem Tennisplatz stehen musste, mußte er samstags die Stadt atmen. Feste Rituale in einem Leben, das sich eigentlich niemals festlegen wollte. Lüttingen, selbst gewählt vo vielen Jahren, ein malerisches Fleckchen Erde, das sprudelnde Gedanken und Aphorismen geradezu zum entstehen provoziert.


Wie sehr er seine Heimatstadt liebte, drückt der von ihm gewählte Name aus - ART VAN RHEYN - 1989, also viele Jahre nach Beginn seines literarischen Wirkens hatte er sich beim deutschen Museumsbund diesen Namen schützen lassen. Auf seine Anfrage erhielt er folgenden positiven Bescheid. "Während der Name einerseits an das englische oder französische Wort für Kunst erinnert, andererseits jedoch ein guter, alter niederländischer Vorname ist, so deuten Sie einerseits durch den Familiennamen van Rheyn Ihre Herkunft an, haben jedoch andererseits eine sehr exeptionelle Schreibung gewählt, die weder im Niederländischen noch im Deutschen zu Hause ist. Dieser Umstand macht die Namenswahl van Rheyn unverwechselbar. " Zitatende. 



Und darum ging es Art van Rheyn. Mit Leib und Seele Niederrheiner zu sein und sein Name steht dafür. Und eben nicht berühmt oder bekannt, aber unverwechselbar zu sein. Und das war er wirklich.


Und da war mindestens noch ein anderes Leben. Neben dem Tennis, neben seinen Tausenden von Aphorismen war da noch das Leben mit den anderen Menschen und mit sich selbst. Tün Schneiderath suchte Kontakt, wollte reden, diskutieren, philophieren, konnte zuhören, konnte helfen, war ein guter Freund. 



Er liebte die Menschen und war doch auf der Suche. So entstand vielleicht sein Lieblingsaphorismus "Gute Gegner sind selten geworden, dem letzten reise ich schon jahrelang hinterher." 



Ich möchte Sie dazu einladen, auf das Leben eines guten Freundes, eines hervorragenden Künstlers und auf einen individuellen Menschen zurück zu eben von Menschen prägen konnte, wofür wir ihm zu danken haben und was wir uns von ihm bewahren werden. Für jeden von Ihnen wird dieses Bewahren anders aussehen und das ist gut so. Egal wen Sie kannten - Art van Rheyn, Tün oder Tön oder Ihre ganz persönliche Vorstellung von diesem niederrheinischen Dichter, bitte bewahren Sie es sich, denn wie sagt Art van Rheyn" Wenn man sich erst an jemanden erinnern muss, kann man ihn genauso gut vergessen." Aber das wollen wir nicht, das werden wir niemals.

Im Namen der Familie

Bettina Schweizer-Schneiderath