SEIN LEBEN

Fabians Leben

 

Fabian,
in den vielen Beileidsbriefen, die wir bekommen haben, stand immer wieder, was für ein freundlicher, fröhlicher, zielstrebiger und toller Junge du warst!
Du bist nicht mehr dort wo du warst, aber du hast deine Spuren hinterlassen und bist überall wo wir sind.

Ein paar Worte zu Fabians Leben

Deine Geburt zog sich ziemlich lange hin, fast 27 Stunden haben wir im Krankenhaus auf dich gewartet. Was allen sofort auffiel, waren die langen dunklen Haare.
Wieder zu Hause, machtest du uns zu einer richtigen Familie.
Krabbeln, sich hochziehen, endlich laufen, deine ersten Worte, glückliche Momente. Dann bekamst du deinen kleinen Bruder Julian, auf den du stolz warst, denn jetzt warst du der grosse Bruder und konntest ihm alles vormachen.

Im Kindergarten, bei den Drevenacker Sandhasen, hast du schnell viele Freunde gewonnen, mit denen du viel Spass hattest. Sören war dein bester Freund im Kindergarten, mit ihm hast du vormittags gespielt und häufig habt ihr noch die AG´s, die vom Kindergarten angeboten wurden, gemeinsam gemacht.
Du lerntest Radfahren, Schwimmen mit Lisa-Marie, Inliner fahren und vieles mehr.

Als grosse Sorge erschien uns damals deine Augenfehlstellung (Strabismus). Aber die Augenoperation hast du klaglos und mutig über dich ergehen lassen.

Als wir nach Wesel zogen, musstest du deine Drevenacker Freunde verlassen und wurdest in Obrighoven eingeschult, wo du unter anderem mit Steffi, Tobias, Lukas und Christof neue Freunde fandest.

Zu Steffi und Tobias wurde das Band der Freundschaft am stärksten. Mit Leona gingst du mit fünf Jahren zum Tanzkurs, bis du deine Leidenschaft für die Leichtathletik entdecktest, zuerst mit Lukas und später mit Tobias, mit dem du bei eurem Trainer Rolf trotz kleiner sportlicher Rückschläge immer eine lustige Zeit hattest. Später ,mit Hendrik und Patrick, wurdet ihr zum Quartett, im Training unzertrennlich, in Wettkämpfen gegenseitig anspornend. Der dritte Platz bei den Nordrhein-Mannschaftsmehrkampfmeisterschaften, als ihr im Achtkampf immer neue persönliche Bestleistungen aufstelltet, war auch ein Symbol für eure tolle Freundschaft im Verein, der Leichtathletik des Weseler Turnvereins.
Neben deiner Lieblingsdisziplin, dem Speerwurf, war der Hammerwurf die Disziplin, in der du im Herbst 2004 in den Landeskader berufen wurdest, was dich zurecht stolz auf deine Leistungen machte.

1999 wurdest du nach deiner Erstkommunion, zusammen mit Steffi und Tobias, Messdiener. Die Gruppenstunden und Ausflüge machten dir immer viel Spass. Seit dem letzten Sommer hattest du als Messdienerleiter, zusammen mit Steffi eine Gruppe übernommen.

2000 der Schulwechsel zum Gymnasium, dem AVG, wo du dich so wohl gefühlt hast. Mit zwölf deine erste Geburtstagsfete im Partykeller mit deinen Freundinnen und Freunden. Da stand auch schon dein Berufswunsch, nämlich Tierarzt zu werden, fest, nach dem du schon deine zweite Fremdsprache - Latein - ausgesucht hast. Deine Praktikumsstelle hattest du schon lange bei Heike und Mikot fest, sogar wo du studieren könntest, hattest du dir schon ausgesucht.

2002 bist du in den Sommerferien zum ersten Mal alleine mit Christian und Gerrit in einer Ferienfreizeit in Südtirol gewesen. Das wolltest du dann in den Jahren 2003 und 2004 wieder gerne machen. Das hat dir sehr viel Freude gemacht, du hattest ein Gefühl von Freiheit, mal ohne Mama, Papa und Julian Urlaub zu machen und wie Gerrit erzählte, habt ihr auch viel Unsinn gemacht.

2003 dann dein Schuss zum Kinderschützenkönig der Weseler Bürgerschützen.
Die Feierlichkeiten mit deiner Königin Anna, mit der du dich auf Anhieb verstanden hast, zeigten bereits den jungen Mann Fabian. Die Fahrt in der Kutsche durch Wesel und die Empfänge zeigten einen stolzen und selbstbewussten Fabian.

Die vielen Stunden, die du mit Julian an euren Warhammerfiguren gebastelt und gemalt hast sind kaum zu zählen. Zusammen mit Julian und deinen Freunden als Unterstützung hast du 2004 am DUZI-Turnier teilgenommen.

Schule, vier bis fünf Mal Training die Woche, Wettkämpfe am Wochenende, Messdienerstunden, Messdienerleiterstunden, Warhammerfiguren, aber für deine Freunde Desiree, Steffi, Tobias und all die anderen war immer noch Zeit da, um sich zu treffen, rumzualbern oder auch zusammen zu feiern.

Der Tod hat dich aus einem intensiven Leben herausgerissen, auf so unglaubliche Weise, dass wir nicht glauben möchten, dich nie wieder zu treffen.

So oft schauen wir zum Himmel und suchen nach einem Zeichen von dir - doch es gibt einen Stern der leuchtet bei Nacht, wir wissen, dieses Leuchten hast du für uns gemacht.